Alessandro Puccinelli (geb. 1969, Italien) ist ein preisgekrönter Fotograf, der sich ganz der fotografischen Auseinandersetzung mit der Kraft und Schönheit der Natur verschrieben hat. Seine Leidenschaft fürs Surfen, die ihn schon in jungen Jahren prägte, entwickelte sich zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Heute pendelt er zwischen Italien und Portugal, wo er die ungezähmte Natur in beeindruckenden Wasseraufnahmen festhält. Beeinflusst von romantischen Malern wie William Turner, überträgt er deren Liebe zur Natur in das 21. Jahrhundert und bringt nicht nur die Kraft, sondern auch die Eleganz und eindrucksvolle Schönheit dieses lebensspendenden Elements zum Ausdruck. Man spürt förmlich das Ziehen der Gezeiten – den unendlichen Zyklus des Meeres, das sich in Wellen erhebt und bricht, salziges Wasser in die Luft schleudernd – in seinen zeitgenössischen Meereslandschaften, die den Betrachter durch ihre Intensität in den Bann ziehen.
Seine Langzeitserie Mare, die der Künstler selbst als Grundpfeiler seines Schaffens betrachtet, begann im Jahr 2005. Die Serie zeigt das Meer in all seiner Grösse und seinen Widersprüchen – mit mächtigen Wogen, Stürmen, Wiederholungen, Küstenlinien und den Dingen, die es aufnimmt und wieder freigibt. Mare erforscht nicht nur das unendliche Staunen über das Meer, sondern nutzt die Natur auch symbolisch, um menschliche Erfahrungen zu spiegeln.
Für Puccinelli ist das Meer ein Ort, an dem Intimität, Zuflucht, intensive Wirkung und tiefgreifende Erkenntnis aufeinandertreffen. Auch wenn Mare im Zentrum seines Schaffens steht, wirken andere Projekte – wie etwa Furore – als Erweiterungen oder tiefere Erkundungen dieses grundlegenden Themas, indem sie sich spezifischen Aspekten des Ozeans widmen.