URBAN GRUENFELDER

Menschen-Icons stehen im Zentrum von Urban Grünfelders Bildern. Seine Figuren, ohne Gesicht nur als schwarze Silhouette, ordnet er in unterschiedlichen Körperhaltungen und Bewegungen an. Diese „Menschen Logos“ stehen als Symbol für das Individuum oder gruppiert angeordnet, erscheinen sie als Sinnbild für die Gesellschaft. Sie sollen in ihrer Vielschichtigkeit die menschliche Existenz, das menschliche Innere darstellen. Im Dialog dazu stehen naturalistisch gemalte Szenen, die Sequenzen kurzer Geschichten erzählen.

Grünfelder verzichtet auf perspektivische Hintergründe. Er setzt seine Sujets vor monochrome farbige Flächen, losgelöst von Raum und Zeit. Die farbigen Hintergründe berühren und schaffen Denkräume für den Betrachter.

Die Perfektion seiner Keramikskulpturen ist bestechend. Die Figuren sind immer nackt und männlich und mit Attributen versehen. Die Attribute sind Alltagsobjekte, wie ein Anzug, ein Sack mit Brötchen oder ein Metermaß. Sie brechen die Perfektion der Figuren mit Ironie und Witz. Die Grimassen der Skulpturen in ihrer realistischen Überzeichnung erinnern an die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt.

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