Our artists

  • ONE (CH)

    Alberto Venzago gilt als der bedeutendste Schweizer Reportage-Fotograf. Seit über 40 Jahren arbeitet der Gewinner des "Robert Capa Awards" für weltweit renommierte Nachrichtenmagazine wie der Stern, das Sunday-Time Magazine und Life. Kritiker attestieren dem 66-jährigen Züricher die Fähigkeit, mit seiner Linse an den Menschen zu kleben, ohne dass sie ihn bewusst wahrnehmen. So entstehen intime Portraits und Zeitdokumente - über Voodoo-Geisterheiler, die japanische Mafia und das Pentagon. Als Künstler feiert Venzago seit Jahren internationale Erfolge.

    Die aus Moskau stammende Rebellin Julia Fokina begann nach dem Bruch des Sowiet Regimes ihre Karriere im Ausland als Model, Stylistin und später als Art Direktorin. Zusammen gründeten die beiden das Künstlerduo "ONE".

  • RANKIN (UK)

    Rankin ist nicht nur einer der weltweit berühmtesten und gefragtesten Porträtfotografen, sondern hat sich auch mit der Veröffentlichung der Magazine >Dazed & Confused< und >Hunger< einen Namen gemacht. Seine unverwechselbaren Fotografien, zu denen Porträts u.a. von Kate Moss, Madonna, Queen Elizabeth II und David Bowie gehören, haben Jahrzehnte die Portrait- und Modefotografie beeinflusst und geprägt.

    Rankin kreiert mit seinen Fotografien Ikonen, sie sind ein Synonym für außergewöhnliche Porträts.

    Als Fotograf und Verleger hat Rankin bahnbrechende Werbe- und redaktionelle Kampagnen geschaffen. Sein Werk umfasst einige der größten und berühmtesten Publikationen, Marken und Wohltätigkeitsorganisationen, darunter Nike, L'Oreal, Dove, Pantene, Diageo und Women´s Aid. Er hat Covers und Editorials für Elle, Vogue, Esquire, GQ, Rolling Stone und Wonderland fotografiert. Seine Fotoarbeiten wurden international ausgestellt, u.a. im Victoria and Albert Museum, London und MOMA, New York.

  • PAULO ARRAIANO (PT)

    Paulo Arraianos (*1977) Arbeiten setzen sich mit dem Widerspruch des Natürlichen und des Künstlichen auseinander.  Diese beiden Gegensätze vereint der Künstler in seiner Malerei.

    Aufgewachsen als Kind eines Architekten und einer Journalistin – entwickelte er seine Passion für das Zeichnen und die Liebe zu Büchern.

    Ein organischer Fluss von Linien, Zeichen, Formen und Farbschattierungen charakterisiert seine Malerei.

    Paulo Arraiano folgt in seinem malerischen Prozess bestimmten Bewegungen seines Köpers. Wie kreisende Satelliten bringt er durch körperliche Bewegung die Acrylfarbe auf die Leinwand. Die Komposition seiner Bilder nennt der Künstler emotionale Kartografie - eine Mischung aus urbaner Kartografie, landschaftlichen Elementen und körperlichem Einsatz. 

  • ANDREAS H. BITESNICH (A)

    Die Fotoarbeiten des international bekannten österreichischen Fotograf Andreas H. Bitesnich (*1964) bestechen durch Anmut und durch ästhetische Sensibilität. In seinen Aktfotografien steht nicht die Erotik im Vordergrund, sondern er verwandelt die nackten Körper seiner Modelle in Skulpturen.

    Bitesnich lässt alles Überflüssige weg, um die ausgewogene Ästhetik seiner Arbeiten zu intensivieren. Die Posen wirken elegant und leicht.

    1988 begann Bitesnich, 24-jährig, sich mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Es begann für ihn ein 10-jähriger autodidaktischer Lernprozess. Er eignete sich in dieser Zeit eine profunde Kenntnis der Fotografie an und setzte Folge setzte neu Standards im Genre der Aktfotografie.

    Bitesnich setzt auf Reduktion und modelliert durch das Einsetzen von Licht und Schatten den Körper wie eine Skulptur. Er komponiert seine Fotografien geometrisch und entwickelt sehr ausgewogene Bildstrukturen. Trotzdem wirken die Bilder nicht streng, sondern sind voller Emotion. Manchmal sind es ein Blick oder eine Geste, die subtile Zeichen setzen.

    Neben seinen Aktfotografien und Portaits, die er im Studio aufnimmt, besitzt Bitesnich eine Passion für Street- und Reisefotografie. Beide Welten sind für ihn komplementär. Die Reduktion wendet er in beiden Fällen an. Bei den Arbeiten im Studio reduziert er die Formen und beim Reisen die Farbe.  Die Schatten werden im Laufe der Jahre immer tiefer und dunkler. Die Inspiration zu seinen Reisefotografien entsteht bei Bitesnich nicht aus der Fotografie selbst, sondern aus der Ästhetik des „Film Noir“. 

  • GABRIEL BRAUN (D)

    Gabriel Braun (*1981) lebt und arbeitet in Berlin. Er schafft in seinen Holzschnitten eine spannende Ästhetik in der langen Tradition der Abstraktion.

    Gabriel Braun verwendet geometrische Formen wie Kreise, Dreiecke oder Rechtecke als Motiv, zeitlose  Formen. Die Motive wiederholen sich in abgeänderter Farbigkeit. Durch die serielle Anordnung des Über- und Nebeneinanders der Holzschnitte ergibt sich ein spezieller Rhythmus.

    Die geometrischen Kompositionen wirken sinnlich, da die Holzmaserung und kleine Späne auf den Druckstöcken Spuren hinterlassen. Die Formen verschwimmen leicht und fransen unregelmäßig aus, wodurch sie etwas Malerisches bekommen.

     

     

  • RUTH CAMPAU (DK)

    Verschiedene Materialien und Stoffe werden in Ruth Campaus (*1955) Arbeiten oftmals über- oder nebeneinandergelegt und zu Collagen und Installationen arrangiert. Ihre Faszination für Materialien mit besonderer Wirkung ist unübersehbar. Ruth Campau versucht in Ihren Arbeiten Gegensätze zu verbinden. Weiches trifft auf Hartes oder Durchscheinendes auf Massives.

    Ihr besonderes Augenmerk gilt der Oberfläche. Spiegelglänzende oder transparente Oberflächen wechseln sich in ihren Arbeiten ab. Transparenz begeistert die Künstlerin, besonders dann, wenn Licht die Farben – wie eine transparente Leinwand - von hinten beleuchtet. Daneben ist auch die Farbe zentrales Thema. 

    Ihre Materialcollagen bemalt Campau mit kräftigen Pinselstrichen oder besprüht sie mit Farbe.  Der Farbauftrag fordert den vollen Körpereinsatz der Künstlerin. Mit großen Bürsten trägt sie kraftvoll Linie für Linie präzise auf. Der Vorgang wird zum Ritual und zum physischen Akt - wirkt beinahe performativ. Es geht ihr um das „Hier und Jetzt“ – sehr konzentriert. Manchen Arbeiten fügt sie auch ihre typischen „blobs“, runde grosse Farbtropfen, hinzu.

  • David Drebin (USA)

    Rund um seine Reisen erzählt David Drebin verführerische Geschichten. Die glamourös inszenierten Szenen lassen den Betrachter an Sehnsüchten und Träumen der Dargestellten teilhaben. Drebin gelingt es intime Einblicke in wirkungsvollen Szenarien abzubilden.

    Drebin verleiht seinen melancholischen Aufnahmen eine filmische Ästhetik.  Die Panoramen von Großstädten inszeniert er à la Hollywood, imposante Häuserfluchten lassen den Betrachter die moderne Erhabenheit der Großstadt spüren und deren Vielfalt an Gedanken und Sehnsüchten.

    Die atemberaubende Farbigkeit und dramatische Lichtsetzungen sind charakteristisch für Drebins  stimmungsvolle Fotografien.

    David Drebin (*1970 in Kanada) lebt und arbeitet in New York City. Er wuchs in Toronto auf, bis er für sein Studium an der „Parsons The New School for Design“ nach New York zog. Nach seinem erfolgreichen Abschluss 1996 erlangte er schnell hohe Reputation als internationaler Werbe- und Modefotograf. Zu seinem Kundenkreis gehören Unternehmen wie American Express, Mercedes, Nike oder Sony, seine Arbeiten werden in Magazinen wie »Elle«, »GQ«, »New York Times  Magazine« oder »Vanity Fair« veröffentlicht.

  • URBAN GRUENFELDER

    Menschen-Icons stehen im Zentrum von Urban Grünfelders Bildern. Seine Figuren, ohne Gesicht nur als schwarze Silhouette, ordnet er in unterschiedlichen Körperhaltungen und Bewegungen an. Diese „Menschen Logos“ stehen als Symbol für das Individuum oder gruppiert angeordnet, erscheinen sie als Sinnbild für die Gesellschaft. Sie sollen in ihrer Vielschichtigkeit die menschliche Existenz, das menschliche Innere darstellen. Im Dialog dazu stehen naturalistisch gemalte Szenen, die Sequenzen kurzer Geschichten erzählen.

    Grünfelder verzichtet auf perspektivische Hintergründe. Er setzt seine Sujets vor monochrome farbige Flächen, losgelöst von Raum und Zeit. Die farbigen Hintergründe berühren und schaffen Denkräume für den Betrachter.

    Die Perfektion seiner Keramikskulpturen ist bestechend. Die Figuren sind immer nackt und männlich und mit Attributen versehen. Die Attribute sind Alltagsobjekte, wie ein Anzug, ein Sack mit Brötchen oder ein Metermaß. Sie brechen die Perfektion der Figuren mit Ironie und Witz. Die Grimassen der Skulpturen in ihrer realistischen Überzeichnung erinnern an die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt.

  • ANDREA HELLER (CH)

    Andrea Heller (*1975) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste. Sie wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. So erhielt Andrea Heller unter anderem Prix Anderfuhren, ein Atelierstipendium der Stadt Zürich in Paris sowie ein Atelierstipendium der Stiftung Binz39. 

    Lasuren und feine Pinselstriche sind das Markenzeichen der Schweizer Künstlerin, Aquarell- und Tuschmalereien ihr Medium. 

    Andrea Heller selbst bezeichnet ihr künstlerisches Vorgehen als Ködern: Mit lieblichen, zarten Formen fängt sie die Aufmerksamkeit ein, um dieser Heiterkeit mit dunklen Farben einen Kontrast entgegenzusetzen. 

  • Tom Jacobi (D)

    Tom Jacobi wurde 1956 in Bonn geboren und begann mit fünfzehn zu fotografieren. Nach einem abgebrochenen Jura-Studium wurde er 1976 als Zwanzigjähriger Mitglied bei der berühmten Fotoagentur Sven Simon. Sein Schwerpunkt lag auf dem Porträtieren führender deutscher Politiker, darunter Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl.

    Archaisch und roh anmutende Landschaften, schroffe Felswände, majestätische Weiten, grafische Strukturen von Wasser, Wüste, Wolken und Eis. Über vier Jahre bereiste der ehemalige SternArtdirector Tom Jacobi die sieben Kontinente und kreierte mit seinen großformatigen Landschaftsfotografien einen Blick auf die Welt in ihrer grundlegenden Materialität.

    Mit seiner Tirology bestehend aus den Serien »Grey Matter(s)« (2014–2015), »Into the Light« (2015–2017) und »The Light Within« (2018) hat Tom Jacobi eine Huldigung an die Natur und den Planeten Erde geschaffen und reiht sich mit seiner Visualisierung und Herangehensweise in die landschaftsfotografische Tradition von Ansel Adams oder Sebastião Salgado ein. Die Trilogie zeichnet sich dadurch aus, dass sie in Farbe fotografiert wurde, aber Farbigkeit aus den Arbeiten überwiegend verbannt ist. Jacobi modelliert facettenreiche Nuancen innerhalb der Spektren von Grau, Weiß und Bronze zu einem unbunten Kosmos, den er selbst als „Absenz des Gauklers Farbe“ bezeichnet.

  • ABSALON KIRKEBY (DK)

    Absalon Kirkeby (*1983) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Undurchsichtigkeit und den komplexen Erfahrungen des heutigen Lebens, gespickt mit subtilen Kommentaren zu unserer gegenwärtigen Gesellschaft.

    Organisches und Anorganisches, Alltagsgegenstände und Kunstobjekte überlagern sich in einem turbulenten Raum. Kirkeby balanciert mit Präzision zwischen Perfektem und Fehlerhaftem.

    In einer Zeit, die von ideologischer Polarisierung geprägt ist, thematisiert die Serie einen dystopischen Unterton in den utopischen Versprechungen der Moderne. X-Rays, Objekte die zu Mustern werden, Spuren von Sprache, strahlendes Rosa und Türkis, Türen und urbane Orte,  all dies erzeugt eine spezielle Beziehung zur Wahrnehmung und Erzählung eines Ortes. 

     

  • DIRK LAMBRECHTS (BEL)

    In his search for the purest expression of beauty, the Belgian photographer Dirk Lambrechts (b. 1962) explores the limits of a formal simplification of an image through a slow work of introspection and a perfectly mastered technique.

    Dirk Lambrechts’s photos are a reflection of art history and a personal reflection inspired by the currents that flowed through it. The Antwerp artist claims in particular a filiation with the old masters of the chiaroscuro which he seeks to translate painting techniques in a form of modern artistic expression that is photography.

    The other important aspect of Dirk Lambrechts’ work is his quest for simplicity. This leads him to dive more and more into the main spirit of his images. He compares the culmination of process to what the creator of a Japanese garden is looking for: No more to add, or leave away. This result is conceivable according to him only if the realization of a series is preceded by a long maturation. Between the birth of an idea and the first shot, the photographer takes the time to think, observe and conduct research to define the most important points of his project. This meticulous work is prolonged during the execution by a critical analysis of his first tests that he renews until obtaining the desired result. Their unusual treatment also highlights the craftsmanship underpinned by his photographs, and his ambition to raise his technical level ever higher.

  • PETER MATHIS (A)

    Peter Mathis (*1961) hat sich seit 2009 auf grossformatige Landschaftsfotografie spezialisiert.

    Als bisher einziger österreichischer Fotograf erhielt er die renommierte Auszeichnung „Hasselblad Master“ (2007). Im Jahr 2008 erhielt er den „Master of European Photography“ verliehen.

    Peter Mathis Landschaftsfotografien katapultieren uns in eine andere Welt. Der erfahrene Bergsteiger wartet oft tagelang auf den genau richtigen Moment, in dem das Licht, das Wetter und der Bildausschnitt genau das wiederspiegeln, was er als Motiv bereits im Kopf trägt. Die Landschaft taucht vor uns auf, sie wirkt bekannt - doch haben seine Bilder immer auch etwas Unbekanntes, was wir zuvor noch nicht wahrgenommen haben.

    Über seine Herangehensweise sagt er: „Seit fast vierzig Jahren gehe ich in die Berge, aber jetzt, als Fotograf, sehe ich die Dinge anders. Ich versuche bewusst einen Schritt zurück zu machen. Nur mit Abstand kann man die wahre Dimension der Berge wirklich erkennen.“

     

  • MUNTEAN/ ROSENBLUM (A)

    Das international bekannte Künstlerduo Muntean/Rosenblum  arbeitet seit 1992 zusammen.

    Muntean/Rosenblums Kunst ist schwer in eine Kategorie einzuordnen: sie malen Bilder und übertragen die Motive in Performances, Filme und Installationen. Ihre Arbeiten sind "four-handed und double-brained" – wie sie selbst sagen. Die Bilder zeigen klassische figurative Malerei in einen weißen Rahmen gesetzt, der an Comics erinnert, und mit Textzeilen unterlegt ist. Die Kompositionen werden nach Fotos aus dem eigenen Archiv konstruiert.

    Das Künstlerduo zeigt die meist jugendlichen Figuren in expressiven Posen und manierierten Gesten. Gesten die an barocke Bilder denken lassen, ein dramatisches Hell-Dunkel  von Licht und Schatten erinnert an barocke Malerei eines Caravaggios.

    Den Künstlern gelingt ein gekonntes Samplen von kunsthistorisch tradierten Kompositionen und Zeitgenössischem. Die Figuren in Adidas Sneakers und Jogginghose präsentieren sich im Hier und Jetzt. Sie schaffen präzise Mehrdeutigkeit, werfen Fragen auf ohne Antworten aufzudrängen. Malerei die Pathos und Emotion zulässt und unsere tradierten Sehgewohnheiten hinterfragt.

    Ihre Arbeiten waren u.a. in der Tate Britain, London; im Centre for Contemporary Art, Melbourne; in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig; CAC Malaga; Kunsthaus Bregenz und MUSAC, Léon ausgestellt.

     

  • STRUAN TEAGUE (UK)

    Struan Teague (*1991), lebt und arbeitet derzeit in London. Er verwendet einen Mix aus Öl-, Acryl-,  Sprühfarbe und Bleistift in seinen Bildern. 

    Teague entwirft in seiner automatisierten Maltechnik eine visuelle Sprache aus Linien und Tropfen. Die Kompositionen seiner Bilder sind aus dem Zentrum gerückt. Struan Teague schafft in seinen Bildern eine Balance zwischen kompositorischer Struktur und emotionaler Malerei. Er arbeitet schnell und intuitiv, er beginnt mit ein paar schnellen Skizzen und entwickelt daraus seine Bilder.

    Die an Miró und Twombly erinnernden Einflüsse knüpfen an die Tradition des Modernismus an. Teague schafft den Spagat in die Gegenwart durch die Verwendung von zeitgenössischen Techniken und Materialien.

  • SOFIE THORSEN (A)

    Die Installationen der in Wien lebenden Künstlerin Sofie Thorsen (*1971) beziehen sich auf Fragen zu Raum, Architektur und Wahrnehmung. Meist liegt den Arbeiten ein spezielles Interesse an einem bestimmten Objekt oder einer Situation zu Grunde.

    Ausgehend davon entwickelt die Künstlerin ihre Bilder und Installationen. In ihren derzeitigen Arbeiten fokussiert sich Thorsen auf die Linie, die Oberfläche und die Ausstellungswand. Die feinen Linien ihrer Bilder bringt sie mittels einer mit Pigment bestäubten und in Schwingung gebrachten Schlagschnur auf.

    Weitere zentrale Themen sind Fotografie und Papier als „skulpturales Material“. Hebt man ein Blatt Papier, bekommt es eine dreidimensionale Wirkung. Schneidet man es statt zu einem Viereck in eine andere Form zu, ensteht eine komplexe, fragile Skulptur. Dieses dreidimensionale Bild und die verschwommenen, intensiven Pigmentlinien stehen im Zentrum ihrer Arbeit und zeugen von den fragilen Qualitäten von Abbild und Raum, die uns umgeben.

     

  • GABI TRINKAUS (A)

    Gabi Trinkaus (*1966) benutzt in ihren Arbeiten den Fundus einer Industrie, die utopische Bilder der “perfekten Frau” produziert. Sie arrangiert Teile aus Hochglanzmagazinen zu Collagen, die die Verletzlichkeit des Menschen angesichts solcher Illusionen entblössen. Als Resultat entstehen Hybride, die auf den ersten Blick an klassische Porträts erinnern; auf den zweiten Blick eröffnen sich künstlerische Machart und kritischer Diskurs. – Alexander Viscio, artist.

  • THEIS WENDT (DK)

    Theis Wendt (*1981) hinterfragt in seinen Arbeiten wie moderne Kommunikationstechnologien die Darstellung eines Bildes und die menschliche Wahrnehmung der Welt verändern. Die virtuelle Welt der Bilder ist zentral in Wendts Arbeit, aber zugleich befinden sich seine Bilder im realen Raum. 

    In der Serie „Rift“ arbeitet er mit digitalen Drucken, die zunächst wie Durchgänge durch die Wand erscheinen, aber letztendlich "lediglich" Bilder sind. Sie zeigen nichts Unbekanntes, dennoch wird das uns Bekannte und Vertraute aus einer ganz neuen Perspektive präsentiert. Anstatt wie aus einem Fenster zu sehen, sieht man bei Wendt auch den umgebenden Raum in den Reflexionen des Glases. Diese scheinen den Raum, in dem wir uns befinden, von innen nach aussen zu kehren. In der Serie „Sunk“ werden ebenfalls gewohnte Vorstellungen aufgebrochen. Diese Bildserie besteht aus Aluminiumgüssen und korrodierten Styropor-Platten. Styropor, ein leichtes und isolierendes Material, wird in etwas Kaltes und Schweres umgewandelt. Normalerweise als Isoliermaterial unsichtbar, erschliesst es hier eigene Bildwelten: Sie erinnern etwa an karge Landschaften – abweisend und fremd und dennoch anziehend für den Betrachter.

  • DAVID YARROW (UK)

    David Yarrow was born in Scotland and is currently based in London. David Yarrow is known for travelling the world’s remotest regions to capture compelling images of nature as we‘ve never seen it before, and is redefining wildlife photography in the process.

    His monochrome photographs are bursting with life, vitality and movement, yet the majority of Yarrow’s subject matter, from rampaging bull elephants in Kenya to Inuit hunters and Bornean orangutans, is living on the brink of extinction. This is nature at its most majestic – and its most fragile.

    Yarrow’s unorthodox camera angles and unique shooting methods transport the viewer right into the heart of the action; with split-second timing, he crystallises a single instant of drama into an image so immersive that it cannot be viewed in just a few moments. These are photographs to linger over.

     

  • PETER ZIMMERMANN (D)

    Peter Zimmermann (*1956), der heute in Köln lebt und arbeitet, gilt als einer der herausragenden Protagonisten der konzeptuellen Malerei.

    Ihn interessiert primär der Einfluss der digitalen Reproduzierbarkeit auf die zeitgenössische Malerei. In seinen Arbeiten entfremdet er Fotografien digital hin zur abstrakten Malerei. Seine Vorlagen giesst er in lasierenden Schichten aus Epoxidharz auf die Leinwand. Die abstrakten, ästhetischen Oberflächen lassen kaum mehr Rückschlüsse auf die ursprünglichen Vorlagen zu.Zimmermanns Werke befinden sich u.a in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York; Centre Pompidou, Paris; Museum Moderner Kunst, Frankfurt und der Sammlung zeitgenössischer Kunst der BRD in Bonn.