Our artists

  • PAULO ARRAIANO (PT)

    Paulo Arraianos (*1977) Arbeiten setzen sich mit dem Widerspruch des Natürlichen und des Künstlichen auseinander.  Diese beiden Gegensätze vereint der Künstler in seiner Malerei.

    Aufgewachsen als Kind eines Architekten und einer Journalistin – entwickelte er seine Passion für das Zeichnen und die Liebe zu Büchern.

    Ein organischer Fluss von Linien, Zeichen, Formen und Farbschattierungen charakterisiert seine Malerei.

    Paulo Arraiano folgt in seinem malerischen Prozess bestimmten Bewegungen seines Köpers. Wie kreisende Satelliten bringt er durch körperliche Bewegung die Acrylfarbe auf die Leinwand. Die Komposition seiner Bilder nennt der Künstler emotionale Kartografie - eine Mischung aus urbaner Kartografie, landschaftlichen Elementen und körperlichem Einsatz. 

  • SANDRA BAIA (PT)

    Die Künstlerin (*1968) verarbeitet spiegelnde, hochglänzende Materialien in ihren Wandobjekten. Ihre Arbeiten entwickelten sich seit 2015 weg von der Leinwand hin zur Skulptur und großen Installationen.

    Die dreidimensionalen Objekte aus rostfreiem Stahl wie „Pillow Talk“ und „In Motion“ zeigen hochglänzende, eingedellte und verbeulte Flächen. Weich in der Verformung und zugleich glatt und hart hinsichtlich des Materials.

    Baia kokettiert mit dem Wiedererkennen und gleichzeitig mit dem Verfremden des eigenen Spiegelbildes. Dabei wird der Betrachter immer wieder mit der Frage konfrontiert, wo Realität endet und die Täuschung beginnt.

  • GABRIEL BRAUN (D)

    Gabriel Braun (*1981) lebt und arbeitet in Berlin. Er schafft in seinen Holzschnitten eine spannende Ästhetik in der langen Tradition der Abstraktion.

    Gabriel Braun verwendet geometrische Formen wie Kreise, Dreiecke oder Rechtecke als Motiv, zeitlose  Formen. Die Motive wiederholen sich in abgeänderter Farbigkeit. Durch die serielle Anordnung des Über- und Nebeneinanders der Holzschnitte ergibt sich ein spezieller Rhythmus.

    Die geometrischen Kompositionen wirken sinnlich, da die Holzmaserung und kleine Späne auf den Druckstöcken Spuren hinterlassen. Die Formen verschwimmen leicht und fransen unregelmäßig aus, wodurch sie etwas Malerisches bekommen.

     

     

  • RUTH CAMPAU (DK)

    Verschiedene Materialien und Stoffe werden in Ruth Campaus (*1955) Arbeiten oftmals über- oder nebeneinandergelegt und zu Collagen und Installationen arrangiert. Ihre Faszination für Materialien mit besonderer Wirkung ist unübersehbar. Ruth Campau versucht in Ihren Arbeiten Gegensätze zu verbinden. Weiches trifft auf Hartes oder Durchscheinendes auf Massives.

    Ihr besonderes Augenmerk gilt der Oberfläche. Spiegelglänzende oder transparente Oberflächen wechseln sich in ihren Arbeiten ab. Transparenz begeistert die Künstlerin, besonders dann, wenn Licht die Farben – wie eine transparente Leinwand - von hinten beleuchtet. Daneben ist auch die Farbe zentrales Thema. 

    Ihre Materialcollagen bemalt Campau mit kräftigen Pinselstrichen oder besprüht sie mit Farbe.  Der Farbauftrag fordert den vollen Körpereinsatz der Künstlerin. Mit großen Bürsten trägt sie kraftvoll Linie für Linie präzise auf. Der Vorgang wird zum Ritual und zum physischen Akt - wirkt beinahe performativ. Es geht ihr um das „Hier und Jetzt“ – sehr konzentriert. Manchen Arbeiten fügt sie auch ihre typischen „blobs“, runde grosse Farbtropfen, hinzu.

  • URBAN GRUENFELDER

    Menschen-Icons stehen im Zentrum von Urban Grünfelders Bildern. Seine Figuren, ohne Gesicht nur als schwarze Silhouette, ordnet er in unterschiedlichen Körperhaltungen und Bewegungen an. Diese „Menschen Logos“ stehen als Symbol für das Individuum oder gruppiert angeordnet, erscheinen sie als Sinnbild für die Gesellschaft. Sie sollen in ihrer Vielschichtigkeit die menschliche Existenz, das menschliche Innere darstellen. Im Dialog dazu stehen naturalistisch gemalte Szenen, die Sequenzen kurzer Geschichten erzählen.

    Grünfelder verzichtet auf perspektivische Hintergründe. Er setzt seine Sujets vor monochrome farbige Flächen, losgelöst von Raum und Zeit. Die farbigen Hintergründe berühren und schaffen Denkräume für den Betrachter.

    Die Perfektion seiner Keramikskulpturen ist bestechend. Die Figuren sind immer nackt und männlich und mit Attributen versehen. Die Attribute sind Alltagsobjekte, wie ein Anzug, ein Sack mit Brötchen oder ein Metermaß. Sie brechen die Perfektion der Figuren mit Ironie und Witz. Die Grimassen der Skulpturen in ihrer realistischen Überzeichnung erinnern an die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt.

  • ANDREA HELLER (CH)

    Andrea Heller (*1975) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste. Sie wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. So erhielt Andrea Heller unter anderem Prix Anderfuhren, ein Atelierstipendium der Stadt Zürich in Paris sowie ein Atelierstipendium der Stiftung Binz39. 

    Lasuren und feine Pinselstriche sind das Markenzeichen der Schweizer Künstlerin, Aquarell- und Tuschmalereien ihr Medium. 

    Andrea Heller selbst bezeichnet ihr künstlerisches Vorgehen als Ködern: Mit lieblichen, zarten Formen fängt sie die Aufmerksamkeit ein, um dieser Heiterkeit mit dunklen Farben einen Kontrast entgegenzusetzen. 

  • ABSALON KIRKEBY (DK)

    Absalon Kirkeby (*1983) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Undurchsichtigkeit und den komplexen Erfahrungen des heutigen Lebens, gespickt mit subtilen Kommentaren zu unserer gegenwärtigen Gesellschaft.

    Organisches und Anorganisches, Alltagsgegenstände und Kunstobjekte überlagern sich in einem turbulenten Raum. Kirkeby balanciert mit Präzision zwischen Perfektem und Fehlerhaftem.

    In einer Zeit, die von ideologischer Polarisierung geprägt ist, thematisiert die Serie einen dystopischen Unterton in den utopischen Versprechungen der Moderne. X-Rays, Objekte die zu Mustern werden, Spuren von Sprache, strahlendes Rosa und Türkis, Türen und urbane Orte,  all dies erzeugt eine spezielle Beziehung zur Wahrnehmung und Erzählung eines Ortes. 

     

  • PETER MATHIS (A)

    Peter Mathis (*1961) hat sich seit 2009 auf grossformatige Landschaftsfotografie spezialisiert.

    Als bisher einziger österreichischer Fotograf erhielt er die renommierte Auszeichnung „Hasselblad Master“ (2007). Im Jahr 2008 erhielt er den „Master of European Photography“ verliehen.

    Peter Mathis Landschaftsfotografien katapultieren uns in eine andere Welt. Der erfahrene Bergsteiger wartet oft tagelang auf den genau richtigen Moment, in dem das Licht, das Wetter und der Bildausschnitt genau das wiederspiegeln, was er als Motiv bereits im Kopf trägt. Die Landschaft taucht vor uns auf, sie wirkt bekannt - doch haben seine Bilder immer auch etwas Unbekanntes, was wir zuvor noch nicht wahrgenommen haben.

    Über seine Herangehensweise sagt er: „Seit fast vierzig Jahren gehe ich in die Berge, aber jetzt, als Fotograf, sehe ich die Dinge anders. Ich versuche bewusst einen Schritt zurück zu machen. Nur mit Abstand kann man die wahre Dimension der Berge wirklich erkennen.“

     

  • MUNTEAN/ ROSENBLUM (A)

    Das international bekannte Künstlerduo Muntean/Rosenblum  arbeitet seit 1992 zusammen.

    Muntean/Rosenblums Kunst ist schwer in eine Kategorie einzuordnen: sie malen Bilder und übertragen die Motive in Performances, Filme und Installationen. Ihre Arbeiten sind "four-handed und double-brained" – wie sie selbst sagen. Die Bilder zeigen klassische figurative Malerei in einen weißen Rahmen gesetzt, der an Comics erinnert, und mit Textzeilen unterlegt ist. Die Kompositionen werden nach Fotos aus dem eigenen Archiv konstruiert.

    Das Künstlerduo zeigt die meist jugendlichen Figuren in expressiven Posen und manierierten Gesten. Gesten die an barocke Bilder denken lassen, ein dramatisches Hell-Dunkel  von Licht und Schatten erinnert an barocke Malerei eines Caravaggios.

    Den Künstlern gelingt ein gekonntes Samplen von kunsthistorisch tradierten Kompositionen und Zeitgenössischem. Die Figuren in Adidas Sneakers und Jogginghose präsentieren sich im Hier und Jetzt. Sie schaffen präzise Mehrdeutigkeit, werfen Fragen auf ohne Antworten aufzudrängen. Malerei die Pathos und Emotion zulässt und unsere tradierten Sehgewohnheiten hinterfragt.

    Ihre Arbeiten waren u.a. in der Tate Britain, London; im Centre for Contemporary Art, Melbourne; in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig; CAC Malaga; Kunsthaus Bregenz und MUSAC, Léon ausgestellt.

     

  • STRUAN TEAGUE (UK)

    Struan Teague (*1991), lebt und arbeitet derzeit in London. Er verwendet einen Mix aus Öl-, Acryl-,  Sprühfarbe und Bleistift in seinen Bildern. 

    Teague entwirft in seiner automatisierten Maltechnik eine visuelle Sprache aus Linien und Tropfen. Die Kompositionen seiner Bilder sind aus dem Zentrum gerückt. Struan Teague schafft in seinen Bildern eine Balance zwischen kompositorischer Struktur und emotionaler Malerei. Er arbeitet schnell und intuitiv, er beginnt mit ein paar schnellen Skizzen und entwickelt daraus seine Bilder.

    Die an Miró und Twombly erinnernden Einflüsse knüpfen an die Tradition des Modernismus an. Teague schafft den Spagat in die Gegenwart durch die Verwendung von zeitgenössischen Techniken und Materialien.

  • GABI TRINKAUS (A)

    Gabi Trinkaus (*1966) benutzt in ihren Arbeiten den Fundus einer Industrie, die utopische Bilder der “perfekten Frau” produziert. Sie arrangiert Teile aus Hochglanzmagazinen zu Collagen, die die Verletzlichkeit des Menschen angesichts solcher Illusionen entblössen. Als Resultat entstehen Hybride, die auf den ersten Blick an klassische Porträts erinnern; auf den zweiten Blick eröffnen sich künstlerische Machart und kritischer Diskurs. – Alexander Viscio, artist.

  • THEIS WENDT (DK)

    Theis Wendt (*1981) hinterfragt in seinen Arbeiten wie moderne Kommunikationstechnologien die Darstellung eines Bildes und die menschliche Wahrnehmung der Welt verändern. Die virtuelle Welt der Bilder ist zentral in Wendts Arbeit, aber zugleich befinden sich seine Bilder im realen Raum. 

    In der Serie „Rift“ arbeitet er mit digitalen Drucken, die zunächst wie Durchgänge durch die Wand erscheinen, aber letztendlich "lediglich" Bilder sind. Sie zeigen nichts Unbekanntes, dennoch wird das uns Bekannte und Vertraute aus einer ganz neuen Perspektive präsentiert. Anstatt wie aus einem Fenster zu sehen, sieht man bei Wendt auch den umgebenden Raum in den Reflexionen des Glases. Diese scheinen den Raum, in dem wir uns befinden, von innen nach aussen zu kehren. In der Serie „Sunk“ werden ebenfalls gewohnte Vorstellungen aufgebrochen. Diese Bildserie besteht aus Aluminiumgüssen und korrodierten Styropor-Platten. Styropor, ein leichtes und isolierendes Material, wird in etwas Kaltes und Schweres umgewandelt. Normalerweise als Isoliermaterial unsichtbar, erschliesst es hier eigene Bildwelten: Sie erinnern etwa an karge Landschaften – abweisend und fremd und dennoch anziehend für den Betrachter.

  • PETER ZIMMERMANN (D)

    Peter Zimmermann (*1956), der heute in Köln lebt und arbeitet, gilt als einer der herausragenden Protagonisten der konzeptuellen Malerei.

    Ihn interessiert primär der Einfluss der digitalen Reproduzierbarkeit auf die zeitgenössische Malerei. In seinen Arbeiten entfremdet er Fotografien digital hin zur abstrakten Malerei. Seine Vorlagen giesst er in lasierenden Schichten aus Epoxidharz auf die Leinwand. Die abstrakten, ästhetischen Oberflächen lassen kaum mehr Rückschlüsse auf die ursprünglichen Vorlagen zu.Zimmermanns Werke befinden sich u.a in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York; Centre Pompidou, Paris; Museum Moderner Kunst, Frankfurt und der Sammlung zeitgenössischer Kunst der BRD in Bonn.